the-myth-of-student-unionViele Mythen ranken sich rund um den Begriff Studentenverbindung oder Burschenschaften. Entweder man denkt an die Verbindungshäuser im Zusammenhang mit Drogenmissbrauch und Alkoholrausch oder an skurrile Aufnahmerituale bei denen die Anwärter gequält und gedemütigt werden. Auch könnte man an Schlagworte denken, wie Ehrenkodex und geheime Rituale, Verschwörungen und verdeckte Geschäfte. Wenn es um alte Traditionen, Stolz, Ehre, Uniformen oder Trachten, Wappen und strenge Regeln geht denken viele Außenstehende auch gleich an eine rechtsradikale Gesinnung oder Gewaltverherrlichung. Genaue genommen würden all diese Vorbehalte gegen die Regeln und Vorsätze einer Studentenverbindung wie die Corps stehen. Denn in ihren Statuten kommt der Grundsatz vor tolerant und weltoffen zu sein.

Es gibt einen kleinen Leitfaden für Studenten was sie beachten sollten und wie sie vorgehen können die geeignete Studentenverbindung für sich zu finden. Man sollte auf jeden Fall eine klare Vorstellung haben, was man sich davon verspricht und welche Ziele man mit verfolgen möchte. Die verschiedenen Verbindungen fokussieren unterschiedliche Themen des Studentenlebens. Es ist von Vorteil verschiedene Verbindungen kennen zu lernen, sowie auch deren Mitglieder. Dann kann abgeschätzt werden welche Verbindung die Geeignetste für einen persönlich ist. Es kann Aufnahmerituale geben, vielerorts wurde sie aber auch abgeschafft. Nicht nur wegen der schlechten und negativen Presse darüber.

Da Studentenverbindungen viel Wert auf ihre Traditionen legen, gibt es immer noch die „Fuchszeit“ und die Prüfung zur „Burschung“, es gibt traditionell ablaufende Feierlichkeiten und das akademische Fechten mit der Mensur gehört auch dazu. Natürlich gibt es bei der Vielzahl von Verbindungen und Burschenschaften auch schwarze Schafe, die rechtsextreme Ideologien vertreten und dadurch in Kritik geraten. Und es wird bestimmt auch schon die eine oder andere Zusammenkunft geben, bei der es ein wenig wilder zugeht.

Auch wenn die Traditionen aus dem 19. Jahrhundert stammen, haben die Verbindungen weniger mit den geheimen Bruderschaften zu tun, die zu der Zeit so in Mode war. Denkt man doch viel zu schnell an die Freimaurer, Geheimgesellschaften und angeheizt durch die Literatur von dem Schriftsteller Dan Brown, Illuminati und Co.

Wenn man genauer hinsieht, würde man das Alltägliche darin sehen und wäre enttäuscht, wenn man Drama und Mysteriöses erwartet hätte.