structure-and-principlesDie Zusammenschlüsse waren darauf bedacht einen Idealismus zu schaffen. Es wurde darauf wertgelegt einen guten Charakter und Persönlichkeit zu entwickeln, ohne eine politische Ausrichtung. Den Behörden waren die studentischen Verbände suspekt und es kam zu den sogenannten „Karlsbader Beschlüssen“ aufgrund deren die ersten Corps geheim waren, sich auflösten und wiedergegründet wurden. Bei der Gründung eines Corps wurden Konstitutionen festgelegt, ein Wappen gefunden, es wurde eine spezielle Kleidung erdacht – eine Art Uniform, eine Unterteilung in kleinere Gruppen – den Zirkeln und ein Liederbuch entworfen.

Ein neues Mitglied einer Studentenverbindung wurde Fuchs genannt. Der Fuchs musste eine Probezeit absolvieren bevor er zu einem vollberechtigten Mitglied, zum Burschen ernannt wurde. In der damaligen Zeit bis ins 19. Jahrhundert wurde auch in der allgemeinen Studentensprache der Erstsemestler als Fuchs bezeichnet, ohne eine Studentenverbindung. Manchmal benutzten Verbindungen auch die lateinische Bezeichnung: vulpes oder eine ähnliche Schreibweise Fux. Zur Aufgabe der Corps gehörte die sprichwörtliche Erziehung eines solchen Fuchses. Ein Spähfuchs ist ein Gast in einer Studentenverbindung, der sich noch nicht entschieden hat beizutreten. Das Wort wird abgeleitet von den Silben in spe – was so viel heißt, wie „in der Hoffnung“ Der Verantwortliche der Ausbildung eines Fuchses wurde Fuchsmajor genannt.

Vor allen Dingen verpflichten sich die Corps Gemeinschaften zu Toleranz. Jede Gemeinschaft hat einen Leitsatz, wie zum Beispiel der von der Verbindung in Tübingen: „Honor et virtus, amicitia fides“ übersetzt heißt dies: Ehre und Mannhaftigkeit, Freundschaft und Treue. Die Corps Hannovera haben zum Beispiel den Wahlspruch: „Dem Freund die Brust, dem Feinde die Stirn“ Soziales Engagement wird in den Verbindungen groß geschrieben. Wie in allen Gruppen ist natürlich auch der Zusammenhalt untereinander wichtig, Respekt und Hilfsbereitschaft.

Im Mittelpunkt steht nichts desto trotz: das Studium, die Studentenverbindung soll es fördern und bereichern. Das Studium wird unterstützt durch Seminare und Fortbildungen. Team- und Kommunikationsfähigkeiten sollen dabei gefördert werden.